Mille Miglia – unsere Mission

Karte.Brescia

Tausend Meilen Dolce Vita Vor uns liegen rund 1600 Kilometer italienischer Landstraße. Mit einem Porsche 911 aus der ersten Modellreihe wollen den Rundkurs befahren, der die Pioniere der Automobilität seit den 1920er Jahren alljährlich durch die Nordhälfte der Appennin-Halbinsel geführt hat. Dabei orientieren wir uns an den Routen der Mille Miglia: Einst ein legendäres Straßenrennen, dessen Kurs in jedem Jahr ein bisschen anders verlief, damit kein Teilnehmer aus dem Vorjahr einen Vorteil bei der Streckenkenntnis gegenüber Neulingen hatte. Die historische Mille Miglia wurde in einem Stück gefahren, beim Rekord sogar in wenig mehr als zehn Stunden. Vor über 30 Jahren wurde die zwischenzeitlich eingestellte Veranstaltung wiederbelebt als populärer Ausdauer-Wettbewerb für klassische Auto-Modelle, gefahren in vier Tagesetappen. Wir hingegen reisen abseits des Rallye-Rummels, der Jahr für Jahr mehr Zuschauer anzieht. Und wir lassen uns Zeit. Wir wollen uns der Muße ergeben, die über einem italienischen Frühsommer liegen kann, wollen uns anstecken lassen vom südlichen Schlendrian, der in den Städtchen hinter jeder Straßenecke, auf jeder schattigen Piazza wartet. Wir wollen die flirrende Mittagshitze der Po-Ebene erleben, die Seebrise an der Adria, das Sirren der Zikaden in den Ginsterbüschen der Abruzzen und in den Zypressenhainen der Toskana, die Kühle der Kathedralen in Assisi und Rom. Wir wollen den Staub schmecken, der sich am späten Nachmittag auf Lkw-Parkplätze legt, das Aerosol von hochoktanigem Benzin, das die Erlkönige und Boliden aus Maranello, Modena und Sant’Agata Bolognese hinter sich lassen. Wir wollen den Harzduft der Pinien einatmen, die stille Chausseen säumen, dem Gesang der Nachtigall lauschen und dem Geknatter der Motorinos, das nachts in den leeren Gassen eines Bergdorfs widerhallt. Dabei geht es uns nicht um romantischen Eskapismus, nicht um eine Flucht in eine vermeintlich selige, gestrige Welt mit Mandolinengezirpe, Strohhüten und rotkarierten Tischdecken. Und interessiert genauso das moderne Italien, das zwischen Staatsbankrott und Papstverehrung pendelt, das einen Ministerpräsidenten wählt, der sich vor allem für Bunga-Bunga mit minderjährigen Mädchen interessiert und einen Kandidaten anhimmelt, der sich zuvor hauptsächlich als TV-Komiker hervorgetan hat. Und das noch immer Autos baut, von denen Menschen in aller Welt träumen: mit sagenhafter Eleganz und Rasanz, mit starken Motoren und einem Sound, der süchtig machen kann. Im vergangenen Jahr sind wir in ähnlicher Manier auf der französischen Route Nationale 7 von Paris bis an die italienische Grenze bei Menton gereist (siehe z.B. www.nationale7.me und das Buch „In die Sonne, in die Ferne“, Corso-Verlag, Hamburg/Wiesbaden, 2015). In diesem Jahr wollen wir die dort gesammelten Erfahrungen fortsetzen, erweitern und übertragen in eine Region, die vielleicht noch mehr Projektionsfläche bietet für die Sehnsucht nach Freiheit und Lebensqualität, nach Sonne, Wärme und Genuss. Kurz: nach Dolce Vita. Wir wollen fotografieren und dokumentieren, was sich finden lässt am Straßenrand und hinterm Horizont, auf den Wirtshaus-Veranden und in den Straßencafés, in den Schlössern, Weingütern und Kapellen am Weg, in den Lebensentwürfen und in den Wunschträumen der Menschen, die uns begegnen. Begleiten Sie uns auf unserer Reise, folgen Sie unserem Blog und berichten Sie uns von ihren eigenen Erlebnissen in den Regionen, die wir durchqueren. Hinterlassen Sie gern Kommentare in unserer Facebook-Gruppe, schreiben Sie uns, schicken Sie uns Fotos oder sonstige Erinnerungsstücke. Wir freuen uns über jede Einsendung, versprechen einen pfleglichen Umgang damit und sagen schon im Voraus herzlichen Dank
! Wolfgang Groeger-Meier und  Michael O. R. Kröher

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