6. Etappe: Rimini – Gubbio

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Heute ist vor allem ein Fahr-Tag. Schon morgens beim Aufbruch in Rimini herrschen 34 Grad, so sind wir froh, wenn uns wenigstens der Fahrtwind durch Papa Leones offene Fenster kühlt. Das Roadbook der Mille-Miglia-Rallye hilft uns bei der Orientierung in der engen Altstadt von San Marino, dem Stadtstätchen nur wenige Kilometer westlich. Der Anstieg ist anspruchsvoll: Kilometerlang zieht sich die Serpentinenstraße den Berg hinauf. Bei vierspuriger Verkehrsführung ist das kein Problem. Erst bei der Einengung auf zwei Spuren reagiert unser betagter Carrera hin und wieder unwirsch. Doch so weit kommt es erst ganz oben, kurz vor der Fußgängerzone.

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Die Innenstadt von San Marino erweist sich wider Erwarten als sympathisch. Der Reiseführer aus einem deutschen High-Brow-Verlag hatte uns noch gewarnt vor Gedränge zwischen inhaltsleeren Kulissen. Doch zumindest heute, in der Vorsaison sind die Parkplätze vor den Stadtmauern noch leer und die Stimmung in den mittelalterlichen Gässlein nicht anders als etwa in San Gimignano, Volterra oder Montepulciano. Keine Spur von neureicher Steuerflucht wie in Monaco!Der Haupt-Platz vor dem Regierungspalast wirkt so aufgeräumt und blankgeputzt als liege er in der Schweiz.

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Die Hauptstadt erstreckt sich nahe dem Kamm des Monte Titano, der nach Osten etliche hundert Meter fast senkrecht abfällt. Die Ausblicke von den Zinnen sind spektakulär.

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Hinter San Marino schlängelt sich die Landstraße durch dichte Wälder und über die Wasserscheide, die hier Italiens Adria-Seite vom Stromgebiet des Tiber trennt. Über Sansepolcro in der nördöstlichen Ecke der Toscana geht es nach Gubbio in den Marken. Die stolze Bürgerstadt gefiel schon im 13. Jahrhundert dem Herzog des benachbarten Urbino so gut, dass er hierher zog. Sein Palast ist jedoch deutlich kleiner als jener des Stadtrats am Hauptplatz.

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Auch Gubbio ist jetzt, Anfang Juni, noch freundlich – weil wenig von Touristen durchströmt.

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So genießen wie die malerische Abendstimmung beim weiten Blick über fruchtbares Ackerland und in den Gässlein.

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