Rom

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Ein Morgen im Rom beginnt, wie könnte es anders sein, mit einem Caffè al bar und einem Cornetto. Wir nehmen unseren Espresso und Cappuccino bei Nicolo in seiner Bar Ludovisi in der gleichnamigen Straße nahe der Villa Borghese – und werden überschwänglich begrüßt. Wirt Nicolo hat Papa Leone entdeckt, den wir vor der Tür geparkt haben – und beglückwünscht uns zur „bella macchina, molto bella!“.

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Das Aufbrühen mit der großen Maschine ist ein Ritual.

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Wenn der Druck auf den Dampfleitungen stimmt, dann sitzt jeder Handgriff – und die Crema auf dem Caffè entsteht fast von selbst.

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Das Produkt, das aus diesem raffinierten Zusammenspiel von Mensch und Maschine entsteht, weckt die Lebensgeister und lässt uns trotz der langen Nacht frisch und aufgeräumt in den heutigen Tag starten.

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Unser heutiger Ausflug geht vor allem in die Cinecittà, jener Filmfabrik, in der zuerst Mussolini bis zu 80 Filme pro Jahr drehen ließ – Historienfilme, Schnulzen, aber auch köstliche Komödien und Musicals im Hollywood-Stil. Nach Mussolinis Vertreibung und nach dem Krieg wurde in der Cinecittà dann der Neo-Realismus erfunden und zu seinen zahlreichen filmischen Höhepunkten gebracht. Federico Fellini, drehte hier seine berühmtesten Filme, unter anderem jene legendäre Komödie mit Marcello Mastroianni und Jane Mansfield, die auch unserem Blog ihren Namen gegeben hat.

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Ein Großteil unseres Italien-Bildes wurde in der Cinecittà gezeichnet – von Regisseuren von Lucio Visconti, Vittorio de Sica und Roberto Rosselini. Mit Dramen wie „Ossessione“, „Bitterer Reis“, „Fahrraddiebe“ und „La Strada“, aber auch mit herrlichen Komödien wie zum Beispiel „Es begann in Neapel“ mit Clark Gable und der göttlichen Sophia Loren, die hier eine denkwürdige Tanzeinlage gibt.

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Zur Cinecittà gehört das angeblich größte europäische Filmstudio, benannt nach Fellini, dem auf dem Gelände auch ein eigener „Palazzo“ gewidmet wurde. Die Gebäude für Verwaltung und Postproduction, alle im strengen Bauhaus-Stil (international auch gern als „Modernismus“ bezeichnet) verfallen jedoch allmählich.

Später entstanden hier auch „Ben Hur“ von William Wyler, „Cleopatra“ mit Richard Burton und der umwerfenden Elizabeth Taylor sowie die „Spaghetti-Western“ von Sergio Corbucci und Sergio Leone. Sogar Quentin Tarrantino hat hier gedreht.

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In der Cinecittà stehen noch immer drei historische Kulissenstädte: ein mittelalterliches Gemisch von Assisi (Kirchenfassade!), Florenz und Verona (die Balkonszene von „Romeo und Julia“ mit Leonoardo di Caprio wurde hier gedreht), dem antiken Jerusalem und dem imperialen Rom von Julius Cäsar.     millemiglia_Appia.1

Der Rückweg aus der etwas außerhalb gelegenen Cinecittà führt uns über die Via Appia Antica und den Grüngürtel Roms zurück an den Tiber.

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